Gemeinsam für gute Verständigung- das Lennestädter Netzwerk zur Sprachförderung

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Um  ausländischen Mitbürgern  zu ermöglichen, sich in der neuen Heimat zu verständigen und damit am öffentlichen Leben teilnehmen  zu können, hilft in Lennestadt ein weit verzweigtes Netzwerk zur Sprachförderung. Nicht nur Kindern und Jugendlichen wird so geholfen, die deutsche Sprache in Wort und Schrift  zu erlernen; auch Erwachsene, ganz gleich ob gerade erst eingewandert oder schon lange Jahre in Lennestadt wohnhaft, können die deutsche Sprache  anwenden oder bestehende Kenntnisse erweitern.

Das Netzwerk zur Sprachförderung ist ein Zusammenschluss  der Migrationsberatung Lennestadt, von Grundschulen im Stadtgebiet, dem Jugendmigrationsdienst,  dem Sozialamt der Stadt Lennestadt, EIL sowie dem HANAH- Servicebüro. Geübt wird im  Mehrgenerationenhaus des DRK in Altenhundem, in  einzelnen  Grundschulen Lennestadts, in der Förderschule Grevenbrück, in den Räumen von St. Georg sowie der AWO in Meggen, im Rathaus und in Privaträumen.

In kleinen Gruppen, geleitet von ehrenamtlich tätigen Pädagogen, wird Förderunterricht für Migranten angeboten. Einzelförderunterricht für Migrantenkinder, privat und an den Grundschulen, ist ebenfalls ein fester Bestandteil. Zur Stärkung der Lesekompetenz an Grund- und Förderschulen ist zudem eine ganze Reihe ehrenamtlicher „Lesepaten“ täglich im Wechsel an den Grundschulen im Einsatz;  diese Hilfe- stellung im 1. und 2. Schuljahr kommt auch deutschen Kindern zugute. Allerdings nicht immer problemlos, wie die regelmäßige Besprechung der „Netzwerker“ zeigt. Denn, und das darf man nicht vergessen: Gerade Kinder von Asylbewerbern kommen oft aus Ländern, in denen „Lernen“ keineswegs selbstverständlich ist. „Sie sind es einfach nicht gewohnt. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Familien untereinander  nur in ihrer Landessprache austauschen“, sagt Hartmut Schweinsberg von EIL.

Um eine Zwischenbilanz zu ziehen trafen sich einige der mehr als 20 Ehrenamtlichen, die Förderunterricht anbieten, zu einem Abstimmungsgespräch im Lennestädter Rathaus.

Sofern noch weitere ausländische Mitbürger Unterstützung benötigen, sollten sie sich ggfs. bei einem Ehrenamtlichen melden oder unter der angegebenen Telefonnummer; die Verantwortlichen werden versu-      chen, eine Lösung zu finden.

Jugendliche oder Erwachsene, die als Freiwillige eine Aufgabe für oder in der Gesellschaft übernehmen möchten, können dazu Kontakt mit EiL imLennestädter Rathaus unter Tel. 02723 – 608456 aufneh-    men oder per Mail eil@lennestadt.de                                                      Informationen unter www.lennestadt.de

Persönlich sind Vertreter der Ehrenamtsbörse EiL im Pavillon am Rathauseingang montags ( 9 – 11 Uhr ) sowie mittwochs ( 14 – 16 Uhr ) zu erreichen.

Foto: Vor dem Pavillon des Lennestädter Bündnis für Familie trafen sich einige der ehrenamtlichen Helfer im Bereich Förderdeutsch mit A.Schiller vom Hanah-Service sowie H. Schweinsberg von Eil.

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