Vonner Küste inne Drüste- letzter Teil

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Auf nach Fleckenberg!

Der Rothaarsteigmarathon steht unmittelbar bevor und unser WOLL- Marathon-Mann ist nach intensivem Training bereit für die Reise nach Fleckenberg.

Und da nichts über eine gute Vorbereitung geht, gab Michael Martin beim abschließenden Höhentraining alles, um für das große Lauf- Event im Sauerland fit zu sein.

„Old- man- stretching“ und pfeifende Bronchien auf 1.600 Höhenmetern.

Montag, 15. Oktober 2012. Noch fünf Tage bis zum Rothaarsteigmarathon….

Servus!

Nur noch wenige Tage bis zum Start des FALKE-Rothaarsteig-Marathons, und da ich hier anner Küste meist auf Meeresspiegelhöhe laufe, wurde es langsam Zeit für ein wenig Höhentraining in den Dolomiten. Leider lag mein Appartement genau gegenüber des Mason de Speck in Sankt Ulrich, da war’s natürlich Essig mit der ausgeklügelten Laufdiät. Ladenbesitzer Tino hatte so um die dreißig Sorten Speck am Start, dazu fetten Alpenkäse und feinsten Grappa. Das war zwar nicht so gut für meinen Body-Mass-Index, schmeckte aber absolut medaillenverdächtig. Und ich bin mir sicher, dass der dazu passende Südtiroler Lagreiner Rotwein sich positiv auf meine Blutkörperchen ausgewirkt hat. Meine Augen waren morgens beim Rasieren jedenfalls immer schön rot geädert.

Wer Spaß hat am Laufen, kommt im Grödnertal voll auf seine Kosten. Beziehungsweise oberhalb des Grödnertals, denn die besten Strecken liegen auf über 1.600 Metern. Eigentlich war geplant, jeden Tag eine Runde im Laufpark auf der Seiser Alm zu absolvieren, aber dann haben mir die Kastelruther Spatzen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Alm war nämlich proppenvoll mit Spatzengroupies, die schon Tage vor dem Kastelruther Spatzenfest angereist waren, um ihre Idole zu sehen und die aktuelle Outdoorkollektion  von LIDL im Hochgebirge Probe zu laufen. Der Altersdurchschnitt der Groupies ließ vermuten, dass die Membranen der Jacken oft atmungsaktiver waren, als deren Träger. Um Laufunfälle mit den Spatzenfans zu vermeiden, verlegte ich mein Training ins benachbarte Wolkenstein. Von dort geht’s  lecker bergauf zum Grödner Joch oder zum Sella Joch, Höhenunterschied jeweils um die 700m. Oben angekommen, pfiffen meine Bronchien oft so laut, dass die Murmeltiere antworteten. Super, Burschi!

Seit gestern bin i wieder dahoam in England. Bleibt zu hoffen, dass der Gröden-Effekt mir im Sauerland genauso hilft wie dem Wunderläufer Paul Tergat, der vor vielen seiner Wettkämpfe zum Training auf die Seiser Alm fuhr. Beziehungsweise lief, wie ich ihn einschätze. Eigentlich auch piepegal, mir geht es in Fleckenberg ja nicht ums Gewinnen, sondern ums Ankommen. Und zwar vor Einbruch der Dunkelheit, damit ich mein Zielbier ohne Taschenlampe finden kann.  Ich hoffe, Ihr kommt in Scharen, um uns bekloppte Waldmarathonis am 20. Oktober anzufeuern. Denn drei Dinge braucht der zufriedene Langstreckenläufer: Kurze Wartezeiten an der DIXI, eine tolle Strecke und richtig geile Stimmung am Ziel.

Haut rein!

Euern Michael Martin

 

 

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