Meschede- eine sichere Stadt

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Meschede ist eine sichere Stadt !

Meschedes Polizeichef, Erster Polizeihauptkommissar Rudolf Figgen, erläuterte Bürgermeister Uli Hess und dem Leiter des Ordnungsamtes Meschede, Jochen Grawe, anlässlich eines Besuchs im Rathaus die aktuelle Sicherheitslage in der Kreisstadt.

„Meschede ist sicher“

Zusammenfassend stellte Rudolf Figgen fest, dass man trotz einzelner Problemfelder in Meschede sicher lebt. Es gelte nun diese Tatsache weiter in das Sicherheitsempfinden der Bürger zu übertragen. Dies soll auch in Zukunft durch die sichtbare Präsenz insbesondere uniformierter Polizisten im Stadtgebiet sichergestellt werden. Der Polizeibeamte soll dadurch auch in Sicherheitsfragen Ansprechpartner Nummer 1 für die Mescheder bleiben.

Mit Bürgermeister Hess und Ordnungsamtsleiter Grawe wurde vereinbart, dass man in allen Sicherheitsfragen weiterhin auch persönlich engen Kontakt halten wird, um zusammen für ein sicheres Meschede zu sorgen.

Mescheder Polizisten fahren immer mehr Einsätze

4541 Einsätze waren im Jahr 2011 im Stadtgebiet Meschedes zu bewältigen. Dies waren 137 Einsätze mehr als im Vorjahr. Den größten Anteil daran stellten Einsätze zur Gefahrenabwehr und im Verkehrsbereich dar. Etwa 20 Prozent der Einsätze wurden zur Kriminalitätsbekämpfung wahrgenommen, wobei Diebstahls- und Körperverletzungsdelikte den größten Anteil ausmachten. Ein erheblicher Anstieg war bei der Durchführung von Schutzmaßnahmen für gefährdete Personen zu verzeichnen. Diese wurden häufig nach insgesamt 33 Fällen von Häuslicher Gewalt erforderlich. Bei diesen Einsätzen gilt der Einsatzgrundsatz „Der Schläger fliegt raus!“. Er wird für mindestens 10 Tage der Wohnung verwiesen. In dieser Zeit gilt ein Rückkehrverbot und die von Gewalt Betroffenen werden in dieser Zeit durch die Polizei so gut es geht beschützt.

155 von Gerichten ausgestellte Haftbefehle waren zu vollstrecken, wobei die Betroffenen regelmäßig zu den Justizvollzugsanstalten gebracht werden mussten. Darüber hinaus waren besondere Einsatzlagen zu bewältigen, die jährlich einen höheren Kräfteeinsatz erforderlich machen. Hier sind insbesondere das Veltins-Hallen-Masters, Karneval, der Saisonauftakt der Tuning-Szene und Großveranstaltungen wie die Fußball Europameisterschaft zu nennen, die auch im heimischen Bereich mit vielen Public-Viewing Veranstaltungen verbunden war.

Metalldiebstähle bereiteten große Sorgen Die Anzahl der Straftaten insgesamt ist zwar weiter auf nunmehr 1595 Delikte gesunken. Aber viel Arbeit bereitete der Polizei eine Serie von Metalldiebstählen. Besonders auf Friedhöfen entwendeten die Täter Metall in Form von Grableuchten und Metallkreuzen. Hier zahlten sich die akribischen Ermittlungen des Kriminalkommissariats Meschede aus. Die Täter konnten ermittelt werden. Einer vorläufigen Auswertung aller Indizien zur Folge können ihnen eine große Anzahl von Taten nachgewiesen werden.

Internetkriminalität nimmt weiter zu

Weitere Sorgen bereitet den Ermittlern die Internetkriminalität. Immer mehr Täter treiben in diesem Medium ihr Unwesen, was stets aufwendige Ermittlungen der Kriminalbeamten unter Führung von Kriminalhauptkommissar Wolfgang Tittmann zur Folge hat. Arbeitskraft, die oftmals dann an anderer Stelle fehlt.

Straftaten auf offener Straße gingen zurück

Bei den Straftaten, die auf offener Straße begangen wurden, sank die Zahl deutlich von 607 im Jahre 2008 auf nunmehr 330 im Jahr 2011. Eine erfreuliche Entwicklung, die auch darauf zurückzuführen sein dürfte, dass sich die uniformierten Kräfte der Polizei möglichst oft sichtbar präsent in der Innenstadt und rund um den Bahnhof gezeigt haben.

Unfallzahlen auf gleichbleibend hohem Niveau

Im Stadtgebiet Meschede ereigneten sich 815 Verkehrsunfälle, 46 mehr als im Vorjahr. Dabei wurden 110 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Tote waren im Jahr 2011 nicht zu beklagen. Dies ist der niedrigste Stand seit dem Jahr 1975. Dies ist eine Entwicklung gegen den Landestrend, denn in NRW steigen die Zahlen der Verletzten und Getöteten wieder. Leider wurden in Meschede bei den Unfällen mit Personenschaden 8 Kinder verletzt.

Dem demografischen Wandel der Gesellschaft folgend wurden erstmals auch die Unfallzahlen unter Beteiligung von Senioren ausgewertet. 10 Menschen über 65 Jahren wurden demnach im Straßenverkehr verletzt. Erschreckend hoch ist immer noch die Anzahl von 9 Unfällen, die unter Alkoholeinwirkung stattfanden. 152 Unfallfluchten mussten bearbeitet werden. Eine unverändert hohe Zahl, die nur mit einem großen Aufwand verfolgt werden kann. Mehr als jede zweite Unfallflucht konnte jedoch aufgeklärt werden.

Auch die Anzahl von 76 Wildunfällen ist bemerkenswert, weil dies die höchste Anzahl seit 1975 darstellt.

Unfallursache Nummer 1 bleibt die überhöhte Geschwindigkeit besonders gefahren durch junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren sowie den Motorradfahrern. Dagegen geht die Polizeiwache Meschede besonders an den Unfallschwerpunkten auf der Bundesstraße 55 am Stimm-Stamm und dem Hirschberger Weg, der Einmündung der Kreisstraße 45 von Eversberg kommend auf die Bundesstraße 55 sowie dem Streckenverlauf der Bundesstraße 55 am Hennesee vor.

Le Puy Straße besonders im Fokus

Anwohner der Le Puy Straße berichteten über erhebliche Verkehrsverstöße auf ihrer Straße als auch auf den Parkplätzen von ALDI und Kaufpark am Bahnhof. Hier sind erste Maßnahmen gegen uneinsichtige junge Fahrer getroffen worden, um die Sicherheit auf dieser Straße zu gewährleisten. Die Stadt hat mittlerweile Kontakt zu den Supermärkten mit dem Ziel aufgenommen, dass die dort aufgestellten Schranken zu den Parkplätzen nachts wieder geschlossen werden, um Ruhestörungen zu unterbinden, die Jugendgruppen verursachen, die sich dort regelmäßig mit ihren Fahrzeugen treffen. Der Straßenverlauf selbst wird Bestandteil des nächsten NRW-weiten „Blitzmarathons“ sein, mit dem gegen sinnlose Raserei vorgegangen wird.

„Crash Kurs“ soll Unfälle verhindern

Aber auch die Prävention spielt bei der polizeilichen Arbeit eine große Rolle. So hat es die erste „Crash Kurs“ -Veranstaltung in Meschede gegeben. Darin werden Schüler sehr anschaulich mit Unfallfolgen konfrontiert. Polizisten, Notärzte, Rettungssanitäter, Feuerwehrleute und auch Hinterbliebene berichten darüber, wie es ihnen nach schweren Verkehrsunfällen seelisch ergangen ist und wie sie mit dem Verlust eines geliebten Menschen weiterleben müssen. Ziel ist die Sensibilisierung besonders jugendlicher Fahrer. Sie sollen über mögliche Folgen falschen Verhaltens im Straßenverkehr aufgeklärt werden, so dass Unfälle verhindert werden können.

 

 

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