Erstmalig Umweltpreis verliehen

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Beispielhafter Einsatz für die Umwelt wurde belohnt

Beispielhafter Einsatz für die Umwelt wurde belohnt.

Lennestadt. Zum ersten Mal lobte die Stadt Lennestadt  in Eigenregie 2011 den Umweltpreis aus, am Montag wurden die Preisträger während einer Feierstunde im Rathaus geehrt. Der Preis der Stadt Lennestadt soll den Einsatz für die Umwelt unterstützen, Leistungen anerkennen und die Menschen motivieren, sich für ihre Umwelt einzusetzen. Und dies ist auch dringend nötig, wie ein aktueller Überblick über die Umweltsituation von Bürgermeister Stefan Hundt verdeutlichte: „Hätten alle sieben Milliarden Menschen auf der Welt die Lebensweise wie z.B. in Europa, dann wäre die Tragfähigkeit der Erde bald erschöpft – der Planet überfordert, Möglichkeiten und Vorräte überstrapaziert.“ Mit der Lokalen Agenda 21 hat sich die Stadt Lennestadt selbst bereits seit drei Jahren umfangreiche energiepolitische Ziele gesetzt, deren Umsetzung in vollem Gange ist. Dass auch die Lennestädter Bürger, sogar die kleinsten, kräftig mit anpacken, wenn es um unseren Lebensraum geht, wurde bei der Verleihung des Umweltpreises eindrucksvoll deutlich.

3000 Euro Preisgeld

Das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro teilen sich vier Gewinner. Den 4. Preis in Höhe von 500 Euro bekam der Imker-Verein Altenhundem. „Das oberste Ziel der Imker ist es, die Honigbiene zu erhalten und ihren Biotop, eine blütenreiche Landschaft, zu fördern“, heißt es in der Begründung der Jury. Stefan Hundt: „Ihre vielseitige Arbeit für die Natur und ihre Erhaltung sowie die Umweltbildung für Kinder und Jugendliche möchten wir  mit dieser Auszeichnung unterstützen.“

Über den dritten Platz und das damit verbundene Preisgeld von 700 Euro durfte sich Josef Heer aus Kirchveischede freuen. Unter der Mitwirkung des Heimat- und Verkehrsvereins wurde unter Federführung des engagierten Landwirts ein erstes Projekt zum Thema „Historische Landwirtschaft“ realisiert. Naturnahe und umweltschonende Feldbearbeitung hat sich der Landwirt auf die Fahne geschrieben. Durch den Verzicht  auf Dünger und Pestizide, den Einsatz von Kaltblutpferden und viele Aktionen für die Dorfbewohner konnten historisches Wirtschaften und die Versorgung mit Nahrung anschaulich gemacht werden.

Der Forstbetrieb Gregor Kaiser landete auf dem 2. Platz und erhält 800 Euro Preisgeld. Umweltbildung, Gebäudesanierung und besonders die ökologische Weihnachtsbaumproduktion heben den Betrieb hervor. Dies seien wichtige Schritte zum Erhalt der Lebensqualität der Menschen vor Ort sowie der Attraktivität des Naturraumes Wald, betonte die Jury.  „Ich hoffe, dass Ihr Mut zum Umdenken viele Nachahmer findet“, so der Bürgermeister.

Der 1. Preis und ein Preisgeld in Höhe vom 1.000 Euro gehen an den Kindergarten (Familienzentrum) St. Marien in Altenhundem unter der Leitung von Frau Martina Beckmann. Im Garten der Einrichtung wurden ein Insektenhotel auf- und damit auch Vorurteile sowie Ängste bei den Knirpsen abgebaut. Getötet, vergiftet oder schädlich – die Kinder von St. Marien wissen jetzt genau um die Nützlichkeit von Marienkäfer, Florfliege und Co.  „Mit dem Projekt Insektenhotel haben Sie Kinder an die Natur herangeführt und sensibilisiert sowie Ängste und Vorbehalte abgebaut. Sie haben den Kindern verdeutlicht, dass Insekten Lebewesen und ein wichtiger Bestandteil der Natur sind.“ lobte Bürgermeister Stefan Hundt das besondere Engagement und die Motivation von Kindern und Mitarbeiterinnen.

Musikalisch ansprechend umrahmt wurde die Preisverleihung von der Keyboard-Gruppe der Musikschule Lennestadt- Kirchhundem,  Frau Alina Riekes und Herrn David Bremerich unter Leitung von Herrn Walter Allebrodt.

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