Das war die Criminale 2012

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Eine mörderische Nachlese

Zwei Wochen liegt das größte deutschsprachige Krimifestival nun schon hinter uns. Fünf Tage mordeten, raubten und meuchelten sich mehr als 250 Krimi-Autoren durch den Hochsauerlandkreis. Die mehr als 80 Lesungen zogen das Publikum in Scharen an. Die Krimiszene huldigte ihrer Literatur, feierte den Krimi und ein bisschen auch sich selbst. Die Lesungen, teils an recht außergewöhnlichen Orten, waren ein Event für sich und ganz nebenbei unterwanderten die Sauerlander Wörter die Kriminalliteratur.

 

 

WOLL war bei einer Lesung in Fleckenberg dabei und ließ sich mit gleich drei Autoren beqeum in den Federn zum mörderischen Bettgeflüster nieder.

„Niedergestreckt“ wurden die zahlreichen Besucher im wahrsten Sinne des Wortes. Auf Stühlen, auf Liegen und in Betten zwischen kuschelig weichen Decken und Kissen genossen die Zuhörer eine Krimilesung der besonderen Art zu der Geschäftsführer Richard Hennecke eingeladen hatte. Denn das Bett ist nicht nur ein Ort, an dem Mensch gerne liest, sondern viel mehr.“ Das sieht man schon allein an der Tatsache, dass man darin geboren wird, rund ein Drittel seines Lebens darin schläft und zum Schluss vielleicht darin sterben muss“, so der Bettenfachmann. Dass letzteres allerdings nicht immer ganz freiwillig geschieht, davon überzeugten mit Helmut Maier aus Zürich, Dr. Erich Glavitza aus Wien und Ralf Kramp aus der Eifel ein Autorentrio, wie es unterschiedlicher kaum sein konnte. Ob hammerhart oder einfach irrsinnig lustig – es wurde gemordet und gemeuchelt was das Zeug hielt. Die Autoren und Zuhörer waren begeistert und erlebten einen tollen Abend im nicht alltäglichen Ambiente eines Bettenhauses. „Die Atmosphäre ist ganz toll und man fühlt sich wirklich Willkommen. Man merkt, dass die Leute hier ganz viel Herzblut reinstecken“, freute sich der Schweizer Helmut Maier. „Die Location hier ist einfach einmalig. Das ist mal keine normale triste Künstlerlesung“, bestätigte auch Erich Glavitza. Kuschelig ging es für die vielen Gäste denn auch Heim: Mit einem originalen Fleckenberger Fritzchen, spendiert von Richard Hennecke. Damit es sich auch im heimischen Bett beim „Krimischmökern“ gut kuscheln lässt.

Für die nächste Criminale müssen Krimi-Fans und Leseratten dann schon etwas weiter auf die Reise gehen. Die Criminale 2013 findet im schweizerischen Bern statt.

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